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Jetzt meldenManon schreibt Schweizer Musikgeschichte: Erstmals ist eine Schweizer Künstlerin in einer der vier Hauptkategorien der Grammys nominiert. Katseye erhielt gleich zwei Nominierungen – als «Best New Artist» und «Best Pop Duo/Group».
Bild: IMAGO/ABACAPRESS
Manon Bannerman ist Mitglied der sechsköpfigen Girlgroup «Katseye». Die K-Pop-Gruppe ist für zwei Grammys nominiert – und Manon damit die erste Musikerin aus der Schweiz, die das geschafft hat. Wie stehen ihre Chancen auf einen Gewinn?
Die Grammy-Verleihung in der Nacht vom 1. auf den 2. Februar 2026 steht für die Schweiz unter einem historischen Stern: Die in Luzern geborene Sängerin Meret Manon Bannerman von der K-Pop-Band Katseye ist gleich in mehreren Hauptkategorien nominiert.
Ein Erfolg, der zuvor noch keinem Schweizer Musikschaffenden in den vier wichtigsten Kategorien gelungen ist. Zwar haben seit der Einführung der Grammy Awards 1959 bereits einige Schweizer Künstler*innen die begehrte Trophäe gewonnen oder waren nominiert – aber keine Schweizer Acts waren bisher in den vier Hauptkategorien «Song of the Year», «Record of the Year», «Album of the Year» oder «Best New Artist» vertreten.
Manon Bannermann geht mit Katseye nun gleich doppelt ins Rennen – als «Best New Artist» und «Best Pop Duo/Group». Und: Katseye werden an den Grammys live performen. Manon ist damit auch die erste Schweizerin, die an den Grammys einen Auftritt hat.
Du hast noch nie von Manon und Katseye gehört? Kein Problem – hier findest du alles, was du über die Schweizer Grammy-Hoffnung wissen musst.
Katseye wurde 2023 im Rahmen der Castingshow «The Debut: Dream Academy» gegründet. Die internationale Survival-Show wurde vom südkoreanischen Entertainment-Konzern HYBE – bekannt für den globalen Erfolg von K-Pop-Acts wie BTS – gemeinsam mit dem US-Plattenlabel Geffen Records produziert. Ziel war es, eine weltweit ausgerichtete Girlgroup zu formen. 20 Teilnehmerinnen aus verschiedenen Ländern traten in Gesangs-, Tanz- und Performance-Challenges gegeneinander an. Die Show lief vom 1. September bis 17. November 2023 und wurde hauptsächlich online über YouTube und Weverse ausgestrahlt, ergänzt durch Veröffentlichungen auf der japanischen Plattform ABEMA.
Der intensive Casting- und Trainingsprozess wurde in der Netflix-Dokuserie «Pop Star Academy: Katseye» dokumentiert, die die Auswahl der Teilnehmerinnen, ihr monatelanges Gesangs-, Tanz- und Performance-Training sowie den Weg zur finalen Gruppenzusammensetzung zeigt. Die Serie erschien im August 2024.
Sie sorgte teilweise für Kontroversen, weil Zuschauer die Darstellung einzelner Mitglieder und den hohen Leistungsdruck kritisierten. Dennoch trug die Doku massgeblich zur internationalen Bekanntheit der Gruppe bei.
Trotz ihres jungen Bestehens hat Katseye bereits zwei EPs und insgesamt 14 Songs veröffentlicht und zählt heute rund 37 Millionen monatliche Spotify-Hörer*innen. Die sechsköpfige Gruppe besteht aus Daniela (USA), Lara (USA), Megan (USA), Sophia (Philippinen), Yoonchae (Südkorea) und Manon (Schweiz). Musikalisch bewegt sich Katseye im Bereich internationaler Popmusik mit klaren Einflüssen aus K-Pop, R&B und zeitgenössischem Dance-Pop.
Die Mitglieder leben und arbeiten gemeinsam in Los Angeles, wo auch ihr Training und ihre Musikproduktion stattfinden. Ein Auftritt bei den Grammy Awards könnte Katseye nun endgültig in die internationale Popstar-Liga katapultieren.
Aufgewachsen ist Manon Bannerman in Sursee bei Luzern und in Zürich. Ihre Mutter hat schweizerisch-italienische Wurzeln, ihr Vater stammt aus Ghana. Schon früh träumte sie von der grossen Bühne: Wie Bannerman in Interviews und in der Netflix-Dokuserie schildert, ist es ihr erklärtes Ziel, so berühmt wie Beyoncé zu werden – ein Vergleich, den auch ihr Vater früh zog. Als Teenager begann sie, Songs zu schreiben, Ukulele und Piano zu spielen und sich über Instagram und TikTok eine eigene Fan-Community aufzubauen.
An der Atelierschule Zürich, die den Fokus auf kreative Künste legt, vertiefte Manon Bannerman ihre Leidenschaft für Musik und Performance. Ein Schlüsselmoment folgte bei einem spontanen Auftritt auf der Bühne während eines Konzerts des deutschen Sängers Cro: Vor Tausenden von Menschen stand sie plötzlich im Rampenlicht – ein Erlebnis, das sie darin bestärkte, den nächsten Schritt zu wagen. Kurz darauf bewarb sich Bannerman für die internationale Castingshow «The Debut: Dream Academy», die schliesslich den Grundstein für ihre Karriere als Mitglied der Girlgroup Katseye legte.
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Im Song «Gabriela» thematisiert Katseye Eifersucht, Rivalität und die Angst, eine geliebte Person an jemand anderen zu verlieren. Die geheimnisvolle Figur «Gabriela» steht dabei sinnbildlich für Unsicherheit und innere Konflikte in einer Beziehung.
Der Track wurde zum grössten Hit der Gruppe: «Gabriela» schaffte es in die Top 20 der Billboard Hot 100, den wichtigsten US-amerikanischen Single-Charts des Branchenmagazins Billboard, erreichte Spitzenplatzierungen in den Billboard Global Charts und erzielte weltweit Millionen Streams. Damit markiert der Song den kommerziellen Durchbruch von Katseye.
Der Rapper Kendrick Lamar führt das Feld mit neun Nominierungen an und tritt mit seinem Album «GNX» gegen Lady Gaga («Mayhem») um den wichtigsten Preis «Album des Jahres» an. Ebenfalls nominiert sind Bad Bunny, Justin Bieber und Sabrina Carpenter.
Auffällig stark vertreten bei den Grammys 2026 ist K-Pop: Zwei Songs schafften es in die Kategorie «Song des Jahres», darunter «Golden» aus dem Netflix-Hit KPop Demon Hunters sowie «APT.» von Rosé und Bruno Mars.
Katseye muss sich unter anderem gegen Olivia Dean, The Marías, Addison Rae, Lola Young und Leon Thomas («Best New Artist») sowie gegen Pop-Schwergewichte wie SZA & Kendrick Lamar, ROSÉ & Bruno Mars oder Ariana Grande & Cynthia Erivo («Best Pop Duo/Group Performance») durchsetzen. Doch wie erwähnt: Allein die Nominierungen sind bereits ein Meilenstein für die junge Gruppe – und für die Schweiz.