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Schreiben an Eishockey-Verband

NHL-Star Josi wollte Patrick Fischer ins Amt zurückholen

Patrick Fischer im Gespräch mit Roman Josi, Nino Niederreiter und Co.

Patrick Fischer im Gespräch mit Roman Josi, Nino Niederreiter und Co.

Keystone

Laut einem Medienbericht haben die Schweizer NHL-Stars, angeführt von Roman Josi versucht, den Schweizer Eishockey-Verband von einer Rückholaktion von Patrick Fischer zu überzeugen.

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Weil bekannt wurde, dass Patrick Fischer mit einem gefälschten Covid-Zertifikat an die Olympischen Spielen 2022 reiste, wurde er vom Schweizer Eishockey-Verband freigestellt.
  • Mittlerweile haben sich die Schweizer NHL-Stars um Roman Josi bei Verbandspräsident Urs Kessler gemeldet und eine Rückholaktion von Fischer gefordert.
  • Kessler lenkte aber nicht ein und versuchte stattdessen, die Situation vor Ort beim Team zu beruhigen.

Mit der Absetzung von Patrick Fischer als Nationaltrainer nach seinem Zertifikatsschwindel sind nicht nur viele Schweizer Hockey-Fans unzufrieden, sondern auch die Nati-Spieler.

Verbandspräsident Urs Kessler erzählte schon letzten Freitag an der Online-Medienkonferenz, dass es «eine grosse Verbundenheit» zwischen Fischer und dem Team gebe. Entsprechend ernüchtert dürften die Nati-Spieler reagiert haben, als sie von Kessler informiert wurden, dass Fischer per sofort freigestellt wird.

Wie «Watson» berichtet, haben sich am Sonntagabend auch die Schweizer NHL-Stars unter der Federführung von Roman Josi und Nino Niederreiter schriftlich bei Verbandspräsident Urs Kessler gemeldet – und dabei die Rückkehr von Patrick Fischer gefordert. Gemäss dem «Blick» soll es allerdings ein Alleingang von Josi gewesen sein.

Keine Boykott-Drohung

Man habe gemeinsam einen Weg eingeschlagen, die Mannschaft trage Fischers Handschrift – und auch die anstehende Heim-WM sei aus ihrer Sicht «Fischers» Turnier. Deshalb haben die Nati-Stars dem Präsidenten und dem Verwaltungsrat nahegelegt, Patrick Fischer wieder ins Amt einzusetzen.

Teaser image

«Ein Armutszeugnis»

Das meinen die blue News Leser zur Entlassung von Patrick Fischer

Druck übten die NHL-Stars dabei nicht offen aus. Ein WM-Boykott stand nie im Raum. Stattdessen wählten sie einen «hochanständigen, aber doch in der Sache gerecht werdenden dringlichen Ton», heisst es im Bericht.

Kein Rückzieher vom Verband

Urs Kessler blieb jedoch standhaft. Ein Nachgeben hätte seine Glaubwürdigkeit stark beschädigt. Noch am selben Abend soll er nach Biel gereist sein, wo Interimscoach Jan Cadieux mit der Mannschaft die nächsten Testspiele vorbereitet.

Vor Ort suchte der Verbansboss das direkte Gespräch – mit Spielern, Staff und auch mit Cadieux, um die Situation zu beruhigen. Mit Erfolg, wie es aus dem Umfeld heisst. Die Mannschaft soll sich geschlossen hinter den neuen Trainer gestellt haben. Eine Revolte blieb aus.

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«Vertrauensbruch» und «es tut mir leid»

Das sagt Verbandsboss Kessler zum Aus von Patrick Fischer

Auch von den NHL-Stars erwartet Kessler nun ein Einlenken. Er steht in engem Austausch mit ihnen und hofft zeitnah auf ein klares Bekenntnis zu Cadieux – im Sinne einer geschlossenen Vorbereitung auf die WM. Josi, Niederreiter und Co. stossen in den kommenden Tagen zum Team.

02:38

Ueli Schwarz über das Aus von Patrick Fischer

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